Beratungsangebote für überforderte Eltern verbessern
Mit diesem Appell steht er nicht allein. So riefen beim 4. Forum „Deutschland für Kinder“ 2008 Unicef, Kinderschutzbund, Kinderhilfswerk und Bündnis für Kinder dazu auf, Kinder besser vor Vernachlässigung zu schützen. Bund, Länder und Gemeinden müssten überforderten Familien rechtzeitig Unterstützung bieten. Beratungsstellen seien so schlecht ausgestattet, dass Rat suchende Eltern oft Monate warten müssen. „Es ist keine Schande, Rat zu suchen – im Gegenteil. Wir brauchen grundlegend bessere Rahmenbedingungen für Familien. Beratung und Bildung für Eltern müssen selbstverständlich dazu gehören“, sagte etwa die Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen.
„Eltern sollten sich kritisch prüfen, ob sie ihren Kindern genug Zeit widmen“, betonte auch Hubertus Lauer, Vizepräsident des Kinderschutzbundes. „Als Rezept gegen den Erziehungsnotstand wird häufig ein Elternführerschein gefordert. Für alles gibt es einen Schein, ein Zeugnis, eine Qualifi zierung: für den Beruf, für Hobbys, fürs Auto – nur für Kindererziehung nicht.“ Doch was Kinder vor allem brauchen, sei „Zuwendung“.
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Wille
„Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“
Johann Wolfgang von Goethe
