NACH DEM URTEIL
2009-01-27 21:43
Während
sich die sozialen Verbände über das Hartz-IV-Urteil des
Bundessozialgerichtes freuen und neue Forderungen stellen, bleibt die
Politik ruhig. Es gebe keinen aktuellen Handlungsbedarf, sagte ein
Sprecher des Arbeitsministeriums. Der deutsche Kinderbund macht klar:
Das Urteil ist eine "Klatsche für die Politik."
Obwohl das
Bundessozialgericht die Hartz-IV-Sätze für Kinder unter 14 Jahre als
verfassungswidrig eingestuft hat, sieht die Bundesregierung keinen
akuten Handlungsbedarf.
Mit dem am Dienstag beschlossenen
Konjunkturpaket würden die Sätze für genau diese Altersgruppe
angehoben, sagte der Sprecher des Arbeitsministeriums, Hannes Schwarz.
Insofern
sei man „ganz guter Dinge“, dass man die beiden wichtigsten
Kritikpunkte des Gerichts bereits abgearbeitet habe, sagte Schwarz. Er
verwies auch auf die versprochenen zusätzlichen Leistungen aus den
Schulbedarfspaketen für arme Kinder. Trotzdem werde man das Urteil noch
genau prüfen, betonte der Sprecher.
Eine grundsätzliche Reform
der Kinder-Regelsätze, wie sie Wohlfahrtsverbände fordern, plant die
Regierung nach seinen Worten nicht. „Das ist leichter gesagt als
getan.“ Denn der Bedarf bestimme sich nach sogenannten
Haushaltsbüchern, und innerhalb einer Familie sei nicht zu trennen,
welches Geld für wen ausgegeben werde. Die jetzige Methode, die
Kinder-Sätze vom Bedarf eines Erwachsenen abzuleiten, sei die
genaueste.
Newsletter Gegen Kinderarmut e.V.
Mitgefühl
„Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst du darin anpflanzen?“
Buddha
